Thomas Imbusch

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Thomas Imbusch und die Reduktion auf das Wesentliche

Bei Thomas Imbusch dreht sich alles um passioniertes Handwerk und Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Einmal in seiner Küche gelandet, werden sie in Gänze zu einem sich stetig wandelnden Menü verarbeitet. Ein außergewöhnliches Konzept, das sich dem ganzheitlichen Genusserlebnis widmet.

Stationen:

  • 2005: Lehre im Park Hotel Bremen
  • 2008: Victor’s Fine Dining, Christian Bau
  • 2010: Alain Ducasse
  • 2013 bis 2017: KĂĽchenchef in Tim Mälzers OFF Club /Madame X
  • seit 2018: Inhaber und KĂĽchenchef des 100200.kitchen

 

Auszeichnungen:

  • 2015: Aufsteiger des Jahres – Leaders of the Year

Er wurde beim Leader of the year Award zum Aufsteiger des Jahres 2015 gekürt. Durch seine völlig neue Art des Kochens und einem einzigartigen Konzept konnte Thomas Imbusch die Jury von sich überzeugen. Der Werdegang des Kochs ist durchaus beeindruckend. Nach seiner Lehre im Bremer Park Hotel kann Thomas Imbusch Stationen wie das Victor’s Fine Dining von Christian Bau und Alain Ducasse als kulinarischen “Zwischenhalt” angeben. Hier lernte er die hohe Kunst des Fine Dinings, um diese dann zusammen mit Tim Mälzer nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen. Während einer gemeinsamen Japanreise lässt ihn eine simple, aber perfekt zubereitete Teigtasche in einer kleinen Kneipe an allem zweifeln, was er bis dahin gemacht und gekocht hat. Ihm wird klar, dass die Reduktion auf das Wesentliche der Schlüssel ist. Als rechte Hand von Tim Mälzer hat Thomas Imbusch in Hamburg Bahrenfeld als Küchenchef einen neuen Schritt gewagt: Seine Philosophie im Off Club und dem darin integrierten Madame X auszuprobieren und zu perfektionieren. Nach vier Jahren verwirklichte er schließlich den Traum seines eigenen Restaurants und eröffnete im August 2018 sein 100/200 in Hamburg.

Die Reduktion auf das Wesentliche – ein Konzept, bei dem sich auf die Essenz konzentriert wird: Das Produkt und der Geschmack. Thomas Imbusch versteht sich weniger als Künstler, sondern eher als Handwerker. Er begeistert sich für das Einfache. Ihm reichen zwei Zahlen, um eine solide Basis für Essen, Emotionen und Ekstase zu schaffen: 100 und 200 – diese Gradzahlen bringen Wasser zum Kochen und den Ofen auf Hochtouren. Das lernte der Koch von seinen Eltern, seiner Oma, seiner Heimat. Wenn Kochen schon beim Einkaufen beginnt, man das Produkt respektiert, Perfektion neu interpretiert und sich selbst als Gastgeber versteht, dann ist Geschmack nicht länger eine Geschmacksfrage. Dann ist das richtig gutes Essen und ein ganzheitliches Erlebnis.