Craft Beer

Craft Beer: Nur ein Hype oder ewiges Trendgetränk?

Ein handwerklich gebrautes Meisterwerk: So oder so ähnlich kann man es wohl beschreiben – das Craft Beer. Hochwertige Zutaten zeichnen es aus, unkonventionelle Geschmacksrichtungen – und jedes ist dabei irgendwie anders. Selbst, wenn die Biere aus ein- und derselben Abfüllung stammen.

Im Gegensatz zu großen Braukonzernen konzentrieren sich kleine Craft Breweries nämlich noch auf den individuellen Geschmack des Bieres. Sie halten sich an keine Norm. Hier muss kein Bier so schmecken wie das andere, solange es Genuss verspricht. Eine Art rebellische Haltung geht von den Braumeistern aus – auch, oder wohl vor allem, durch die teilweise bewusste Missachtung des Reinheitsgebotes. Für sie steht es einer kreativen Braukultur oftmals im Wege. Das ist heute so und war bereits vor über vier Jahrzehnten der Fall.

Von Micro bis Craft

Microbreweries hießen sie in England und den USA: Die kleinen Brauereien, die in den späten 1970er Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen. Sie wollten dem überall erhältlichen Einheitsbier den Kampf ansagen. Der ursprüngliche Begriff der „Microbrewery“ ist mittlerweile nicht mehr ganz so häufig gebräuchlich. In den meisten Fällen liegt der Grund darin, dass er einfach nicht mehr passend ist, weil viele Brauereien extrem gewachsen sind und schon regelrechten Kultstatus besitzen. Schließlich einigte man sich auf den Ausdruck Craft Beer – Craft wie Handwerk und Beer ganz einfach wie Bier.

Geschmackliche Phänomene

Ein Stil, nach dem Craft Beer gebraut wird? Den gibt es nicht! Durch die geringeren Produktionsmengen in den Craft Breweries ist es den Braumeistern erlaubt, mit geschmacklichen Richtungen und Stilen zu experimentieren. Neben Eigenkreationen werden auch Biere aus alter Tradition wiederbelebt, so zum Beispiel das Pale Ale oder das India Pale Ale, kurz IPA. Beide Biere sind obergärig und weisen blumige, fruchtige Aromen auf.  Neben diesen Allroundern sind auch das Stout, ein dunkles Craft Beer, welches Röstmalz-betont ist, und der starke Weizenbock sehr beliebt.

Craft Beer – ein Getränk, das in vielen Restaurants im Casual Dining Bereich überleben kann. Dann jedoch ganz im regionalen Sinne: So wie in den Hamburger Restaurants das hanseatische Hopper Bräu oder das Buddelship ausgeschenkt wird, ist es in Kiel beispielsweise das Lillebräu. Dieser regionale Bezug wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin zuspitzen. Der Wandel in den Köpfen der Menschen hin zu einem starken regionalen, oft auch lokalen Bezug, wird immer offensichtlicher. Doch ganz gleich, ob das Craft Beer Bestandteil der Getränkekarten in der Gastronomie bleiben oder es durch neue, noch trendigere Biersorten abgelöst wird: Wir freuen uns über jegliche Vielfältigkeit und noch mehr Besonderes zum Verkosten!

Neugierig geworden und auf den Geschmack gekommen, aber Sie wissen nicht, wo es bei Ihnen in der Gegend leckeres Craft Beer gibt? Die Kollegen von Hopfenhelden haben Ihnen mal eine Karte mit allen interessanten Craft Beer Bars, Shops und Events in Deutschland zusammengestellt, die definitiv mehr als nur einen Besuch wert sind. Schauen Sie mal rein!

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